Die Montagsfrage: Welches Buch, das fast alle Welt toll findet und lobt, findest du selbst grottenschlecht und enttäuschend?

5.7.21


Die heutige Montagsfrage stammt von Jens von Bücher wie Sterne und ist auch ganz interessant, wie ich finde. Auch wenn Lesegeschmäcker verschieden sind - und das ist gut so, alles andere wäre viel zu langweilig - treffen manche Bücher doch den Nerv vieler Menschen. Auch wenn ich Harry Potter zu meiner liebsten Buchreihe zähle, findet manch anderer diese Reihe nicht so toll und das ist gut so. Harry Potter wurde damals und heute noch über alle Maßen gehyped, dass ich verstehen kann, dass dieser Hype und die Hysterie, die damit verbunden wird, abschreckend wirkt, beziehungsweise zu große Erwartungen aufbringt. In diesem Beitrag soll es aber nicht um Harry Potter gehen.

Welches Buch, das fast alle Welt toll findet und lobt, findest du selbst grottenschlecht und enttäuschend?

Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Wort grottenschlecht etwas hart gewählt finde. Ich finde Bücher sind nur dann grottenschlecht, wenn der Autor, das Lektorat und Korrektorat auf allen Ebenen geschlafen haben. Da ich aber davon ausgehe, dass beim Lektorat bereits Fragen aufkommen und der Lektor versucht all das Beste aus einem Text herausholen möchte, kann ein Buch nie grottenschlecht sein. Ein Buch kann meiner Meinung nur enttäuschen und das nur, weil man mit ganz anderen oder zu hohen Erwartungen herangegangen ist.

Ein Buch, um welches ich seit vielen Jahren einen großen Bogen gemacht habe, obwohl meine beste Freundin mir ständig damit in den Ohren lag, waren die Bücher von Das Lied von Eis und Feuer. Ich muss sagen, dass ich von dem ganzen Hype um diese Bücher und die Serie, etwas abgeschreckt wurde. Zumal der Autor immer noch nicht mit der Geschichte zu einem Ende gekommen ist. Aber Anfang des Jahres habe ich mich dann dazu aufraffen können, Die Herren von Winterfell zu lesen. Das Buch habe ich vor einigen Jahren von Daniela von Brösels Bücherregal bekommen. Die Herren von Winterfell haben mich  vom 14. Januar 2021 bis zum 02. März 2021 begleitet - ganze sechs Wochen und sechs Tage. Für mich war das Buch keine Qual, es war meiner Meinung nach nur etwas träge, finde ich. Auch wenn ich die Handlung um Bran am interessantesten finde, haben mich die anderen Charaktere nicht so sehr vom Hocker gehauen. Der ständige Wechsel zwischen den Charakteren hat mich zu sehr aus dem Lesefluss gerissen, da diese sich ständig an verschiedenen Orten befanden. Da sind mir Geschichten an einem zentralen Ort, viel lieber. Auch hat mich das Setting nicht ganz abholen können. Mir hat in dem Buch ein wenig die Atmosphäre gefehlt, die mich ganz in die Geschichte hätte eintauchen lassen. Da ich aber nur einen Teil vom eigentlichen ersten Band gelesen habe, werde ich später noch den zweiten Teil lesen, um mir ein umfassenderes Bild von der Geschichte zu machen.

Wie ich oben schon sagte, ein Buch kann für mich nicht grottenschlecht sein, es kann nur enttäuschen. Und das war bei Die Herren von Winterfell, leider der Fall.

Welches Buch hat euch auf allen Ebenen enttäuscht?

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